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Geek Kitchen | Zauberhafte Pâtisserie – Backen mit Magie

Rezensionsexemplar // Wolltet ihr schon immer einmal wissen, wie eine Sumpfschlammtorte von Shrek oder ein Kuchen von der Tafel des verrückten Hutmachers schmeckt? Was die Svalbard-Bären aus „Der goldene Kompass“ kulinarisch zu bieten haben? Oder möchtet ihr die Kekse aus „Charmed“ endlich nachbacken? Dann kommt mit in die zauberhaft-magische Welt der Pâtisserie von Aurélia Beaupommier! 

Aurélia Beaupommier ist eigentlich Bibliothekarin und nimmt uns in ihrem „Süßwarenbuch“ (auch wenn das für dieses wundervolle Werk schon fast beleidigend klingt) mit in ihre phantastische Küche. Bei all der Inspiration muss es dort vor Feen, Kobolden, Elfen und Hexenkesseln nur so wimmeln! In „Zauberhafte Pâtisserie“ gibt es über 80 Rezepte für wirklich jeden Geschmack und jedes Fandom. Obwohl das Buch an sich gar nicht so furchtbar dick ist, gibt es so unfassbar viele und vor allem vielfältige Rezepte, dass man vermutlich mehrere Jahre (oder einen sehr ambitionierten Zeitplan) braucht, um sich einmal komplett durchzuschnabulieren. 

Zauberhafte Patisserie aus dem Zauberfeder-Verlag. Foto: Lilli/geek`s Antiques

Rezepte und Fandoms

„Ein magische Kochbuch für sagenumwobenes Gebäck und andere phantastische Leckereien aus Serien, Romanen und Filmen“

Egal ob Haarwuchskaramellen aus „Charlie und die Schokoladenfabrik“, Törtchen à la Paige aus „Charmed – Zauberhafte Hexen“, Panna Cotta von Lyra aus „Der goldene Kompass“ oder Bilbos riesige Geburtstagstorte aus „Der Herr der Ringe“: in dem Buch sind nahezu alle bekannten (und sogar weniger bekannten) Fandoms vertreten. Und egal, ob man nun eine begabte Elfe oder ein trampeliger Troll in der Küche ist, sollte man die Rezepte gut hinbekommen. Ein paar Sachen sind einfach und schnell gemacht, andere brauchen entweder etwas mehr Vorbereitung oder haben viele Zutaten. Alles in allem kann man sich aber mit jedem „Skill-Level“ durch die Anleitungen navigieren und am Ende einen schmackhaften Fandom-Gaumenschmeichler zaubern.

Zauberhafte Patisserie aus dem Zauberfeder-Verlag: Die Sumpfschlammtorte aus Shrek. Foto: Lilli/geek`s Antiques

Meine Schlammtorte à la Shrek

Ich habe mich (weil im Schokoladenrausch!) für die Sumpfschlammtorte aus „Shrek“ (Seite145) entschieden. Sie sah extrem lecker (schokoladig) und verhältnismäßig simpel (you wish!) aus. Also schnell alle Zutaten besorgt und an die Vorbereitungen gemacht.

Wie das in den meisten Fällen so ist, sah der Kuchen natürlich beim ersten Versuch nicht so aus wie das Original auf dem Foto und vor allem die „Dekoration“ ist mir überhaupt nicht gelungen. Ich rede mich allerdings (teilweise) damit heraus, dass es draußen über 30 Grad warm war und die Sahne beim Fotos machen quasi binnen Sekunden den flüssigen Zustand gewählt hat. Bei kälteren Temperaturen und etwas mehr Geduld (ich bin furchtbar schlecht im Warten und „Auskühlen“ lassen) wäre der Schlammkuchen sicherlich auf Anhieb besser geworden, denn die Rezeptanleitung ist sehr ausführlich und gut geschrieben. Geschmeckt hat er aber dennoch fantastisch – ein kleines bisschen wie „kalter Hund“ – und hätte demnach sowieso nicht lange in seinem ansehnlichen Zustand verweilt. 

Zauberhafte Patisserie aus dem Zauberfeder-Verlag: Die Sumpfschlammtorte aus Shrek. Foto: Lilli/geek`s Antiques

Als nächstes möchte ich unbedingt noch die Herzköniginnen-Törtchen aus „Alice im Wunderland“, die Schneebälle vom Geist der diesjährigen Weihnacht aus „Die Weihnachtsgeschichte“ und Professor Flitwicks Wonne aus „Harry Potter“ ausprobieren!

Und während ich das schreibe und durch das Buch blättere, fallen mir noch direkt 10 weitere Sachen ein, die ich unbedingt nachbacken muss… 

Zauberhafte Patisserie aus dem Zauberfeder-Verlag: Die Sumpfschlammtorte aus Shrek. Foto: Lilli/geek`s Antiques

Aufbau: Ein Who is Who der Zauberer

Das Buch hat „nur“ 192 Seiten – ich schreibe extra „nur“, weil es auf den ersten Blick recht dünn wirkt, sich im Innern aber eine wahrhafte Explosion an Rezepten, Bildern und künstlerisch wunderschön gestalteten Seiten auftut. Insgesamt sind es über 80 Rezepte inkl. Fotos, alles in Farbe und mit (wie ich finde) sehr schönen Texten, sowohl in der Einleitung als auch den Rezepten selbst. Ein kleiner Auszug gefällig?

„Ob schön oder hässlich, weise oder närrisch, menschlich oder ganz etwas anderes, auch die ungewöhnlichsten Zauberer gönnen sich hin und wieder eine Leckerei.“

Aurélia Beaupommier, Zauberhafte Pâtisserie, S. 6

Was mir bei vielen Koch- und Backbüchern dieser Art oft fehlt, ist ein vernünftiges Verzeichnis. Denn gerade wenn es um Fandoms oder spezielle Interessen geht, finde ich es wichtig, auch genau das nachschlagen zu können. Es bringt ja herzlich wenig, wenn ich nur nach Rezepten suchen kann, die ich noch gar nicht kenne. Im Falle von Fandom-Büchern möchte ich das Fandom suchen und die passenden Rezepte dazu finden und nicht andersherum. Und genau das gibt es in „Zauberhafte Pâtisserie“! Am Anfang steht ein „normales“ Inhaltsverzeichnis, in dem die Rezepte nach Kategorie sortiert sind, z.B. Häppchen, Kekse & Gebäck oder Kuchen & Torten. Am Ende gibt es außerdem eine ganze Sparte für Getränke jeder Art.

Was ich aber besonders erfreulich fand, war die Übersicht mit einem „Who is Who der Zauberer“: hier finden sich alphabetisch sortiert alle magischen Fandoms von „Alice im Wunderland“ über „Dungeons & Dragons“ bis „The Witcher“ mit den jeweiligen Seitenangaben zu den Rezepten. In einem Index am Ende sind alle Rezepte auch noch einmal alphabetisch aufgeführt. So steht einen Motto-Abend mit passenden Leckereien nichts mehr im Weg! 

Zauberhafte Patisserie aus dem Zauberfeder-Verlag: Die Sumpfschlammtorte aus Shrek. Foto: Lilli/geek`s Antiques

Bibliographie für die Bücherwürmer!

Als Bibliothekarin konnte Aurélia Beaupommier es sich vermutlich (Gott sei Dank!) nicht nehmen lassen, auch eine ausführliche Bibliographie aller genannten und verwendeten Werke anzuführen. Wer also das ein oder andere Buch aus den Rezepten noch nicht kannte, wird am Ende fündig und kann sich direkt eine Wunschliste schreiben. Außerdem listet sie alle Filme & Serien, sowie Spiele und Musik auf, die als Inspiration für einzelne Süßigkeiten dienten.

Zauberhafte Patisserie aus dem Zauberfeder-Verlag. Foto: Lilli/geek`s Antiques

Umfangreiches Rezeptwerk mit vielen Fandoms

Beaupommiers „Zauberhafte Pâtisserie“ ist definitiv eines der besten Rezeptbücher, das ich zu diesem Thema bisher gesehen habe. Es ist nicht nur sehr umfangreich, allein die wunderschönen Bilder laden auch dazu ein, einfach nur mit einer Tasse Kakao (oder Giggelwasser) eingekuschelt auf dem Sofa durch das Buch zu stöbern und in Fandomliebe zu schwelgen. Wenn‘s dann ans Eingemachte geht, sind die Rezepte nicht allzu schwer und kommen ohne super exotische Zutaten aus. Natürlich sind es keine Leckereien, die man mal eben spontan mit den Zutaten machen kann, die man sowieso zuhause hat. Dafür sind aber die einzelnen Naschwerke auch viel zu besonders und brauchen einen ordentlichen Anlass bzw. einen angemessenen Rahmen (wie z.B. ein Film-Wochenende mit Freunden), um ausreichend genossen zu werden. 

5 von 5 Leseeulen

Buchdaten

Zauberhafte Pâtisserie (Aurélia Beaupommier), Zauberfeder-Verlag
192 Seiten, 21 x 29,7 cm, Hardcover
ISBN 978-3-96481-004-5, 29,90 Euro

Eine ausführliche Leseprobe inkl. einiger Rezepte gibt es übrigens hier: Leseprobe Zauberhafte Patisserie (Homepage des Zauberfeder-Verlags)

Weitere Rezepte aus der Geek Kitchen

Queenies Apfelstrudel: https://geeksantiques.de/rezept-queenies-apfelstrudel-aus-phantastische-tierwesen/
Phantastisches Giggelwasser: https://geeksantiques.de/rezept-fantastisches-giggelwasser/
Geburtstagskuchen aus Chilling Adventures of Sabrina: https://geeksantiques.de/rezept-geburtstagskuchen-aus-chilling/

Zauberhafte Patisserie aus dem Zauberfeder-Verlag. Foto: Lilli/geek`s Antiques

Ich habe das Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür!

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