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Rezept „GeekKitchen“ | Weihnachtskuchen – A Christmas Carol Cake

Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens (den meisten wohl auch unter dem englischen Originaltitel “A Christmas Carol” geläufig) ist eine der bekanntesten Erzählungen des Autors und diente als Vorlage für viele weitere Geschichten, Filme und Theaterstücke. Meine erste Berührung mit Ebenezer Scrooge, dem biestigen Protagonisten der Geschichte, war übrigens als Kind mit “Die Weihnachtsgeschichte” (Zeichentrick auf Super RTL) von 1997 – für mich übrigens bis heute eine der besten Filmadaptionen nach Dickens!

Da die meisten den groben Inhalt sicherlich kennen, hier nur eine knappe Zusammenfassung: der grantige alte Geldverleiher Scrooge bekommt in der Nacht vor Weihnachten Besuch vom Geist seines verstorbenen Teilhabers Jacob Marley. Im weiteren Verlauf erscheinen ihm drei weitere Geister, die ihm die vergangene, aktuelle und zukünftige Weihnacht in seinem Leben zeigen, in der Hoffnung, er möge sein Leben ändern.

Inspiriert von dem schönen Ende der Geschichte und dem Gedanken eines Weihnachtsfestes inmitten seiner Liebsten bei gutem Essen gibt es heute ein Rezept für einen Weihnachtskuchen a la „A Christmas Carol“ mit zwei Schichten aus Schokokuchen mit flüssigem Schokoladenkern sowie je zwei Schichten Spekulatiuscreme und Frosting. Verziert wird das Ganze mit weihnachtlichem Gebäck und Süßigkeiten.

Für einen ca. 15 cm hohen Kuchen benötigt ihr:

Für den Teig

400g Mehl

250g Zucker

100g Backkakao

1 Päckchen Backpulver

1 Päckchen Vanillezucker

2 große Eier

250 ml Mandelmilch (oder normale Milch, je nach Geschmack)

200 ml Wasser

120 g Margarine 

Für die Füllung

1 Glas Schattenmorellen

100 g Dunkle Schokolade (für den Schokoladenkern)

Für das Frosting

600g Frischkäse

100g Puderzucker

Für die Spekulatiuscreme (3 Portionen)

400 g Gewürzspekulatius

200 g Butter oder Margarine

1 EL Zimt

80 g Rohrzucker

70 ml Mandelmilch

Tipp: Bei diesem Rezept bekommt ihr mehr Masse heraus, als ihr für den Kuchen benötigt. Das liegt daran, dass es rechnerisch zu kompliziert wäre, die Angaben zu dritteln. Die übriggebliebene Creme könnt ihr in Gläschen füllen und beispielsweise verschenken oder als Brotaufstrich nutzen – in den Niederlanden ist das im Übrigen so normal wie Nutella oder Marmelade auf dem Brot!

Für die Dekoration

Zuckerstangen, Zimtsterne, Dominosteine (oder andere Plätzchen nach Geschmack)

Tipp: testet die Anordnung der einzelnen Elemente am besten vorher auf einer runden Fläche, die denselben Durchmesser wie euer Kuchen hat.

Zubereitung des Weihnachtskuchen

Für den Schokoladenteig werden zuerst alle trockenen Zutaten (außer der dunklen Schokolade) in eine Schüssel gegeben und gut vermischt. Anschließend einfach die restlichen feuchten Zutaten – bis auf die Schattenmorellen – dazu. Der Teig muss nun von Hand gerührt werden, bis sich eine homogene Masse in der Schüssel gebildet hat.

Die fertige Masse wird auf 2 gleich große Kuchenformen (Durchmesser 16-18 cm) verteilt. Zuletzt werden die Schattenmorellen auf die zwei Formen aufgeteilt und einfach locker auf den Teig gelegt, beim Backen versinken sie von selbst im Teig. Die dunkle Schokolade wird halbiert und jeweils in die Mitte des Kuchens gedrückt (daraus wird später der flüssige Schokoladenkern). Bei 180 Grad Umluft kommen die Formen jetzt für 35-45 min in den Ofen.

In der Zwischenzeit kann das Frosting für den Weihnachtskuchen zubereitet werden. Hierfür mischt ihr einfach den Frischkäse mit dem Puderzucker. Stellt alles in den Kühlschrank und lasst die Creme fest werden. Als nächstes ist die Spekulatiuscreme dran: gebt alles Zutaten in einen Mixer und zerhächselt alles so lange, bis eine homogene Masse entsteht. Auch die Creme muss für einige Minuten in den Kühlschrank.

Die fertigen Kuchen werden aus der Form geholt und kalt gestellt. Wartet mit der weiteren Verarbeitung am besten 1 bis 2 Stunden damit alle Zutaten gut gekühlt sind.

Aufbau und Dekoration

Wenn alles ausreichend abgekühlt ist, können wir mit dem Aufbau der Weihnachtstorte anfangen:

Kuchen Nr. 1 bildet die Basis, auf die eine Schicht Spekulatiuscreme und darauf eine mitteldicke Schicht Frosting aufgetragen wird. Oben drauf kommt Kuchen Nr. 2. und darauf wiederum eine Schicht Spekulatiuscreme und eine Schicht Frosting. Das restliche Frosting wird um den Rand des Kuchens gestrichen und dann nach Lust und Laune mit Spekulatius verkleidet. Ich habe für ein bisschen mehr Stabilität noch eine Schleife drumherum gebunden.

Oben auf den Kuchen werden zum Schluss die Zimtsterne, Dominosteine und eine oder mehrere Zuckerstangen verteilt. Und fertig ist der „A Christmas Carol“-Weihnachtskuchen!

Vor dem Servieren sollte der Kuchen nach Möglichkeit kalt gestellt werden, damit das Frosting nicht verläuft und auch die Dekoration an ihrem Platz bleibt. Solltet ihr (wie ich) eine Schleife um den Kuchen binden, ist diese natürlich vor dem Verzehr zu entfernen.

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