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Rezension | DarkSky: Die fremde Bedrohung von Bernd Stöhr

Rezensionsexemplar // Science Fiction ist (neben klassischer Fantasy) eines meiner liebsten Genres. Allerdings ist es sehr schwer, gute Bücher aus der Masse herauszufiltern, da im Bereich der SciFi leider auch viele schlechte Werke veröffentlicht. Schlecht bezieht sich dabei vor allem auf den „Science“-Part der „Fiction“, denn ich bin der Meinung, dass man zwar durchaus die Fantasie benutzen darf, aber die grundlegenden Vorgänge schon Sinn ergeben müssen. Ohne zu viel verraten zu wollen: „Dark Sky“ ist einer dieser Schätze, bei denen alles stimmt – die Spannung, die wissenschaftliche Fundierung und die Charaktere. Aber lest selbst!

Gibt es Dunkle Materie und wie gefährlich ist sie?

Das Experiment DarkSky am CERN Forschungslabor soll die Existenz der Dunklen Materie endgültig beweisen. Gesichert wird das zuständige Labor mit den neuesten Überwachungsmethoden einer deutschen Firma: die TrueScan-Technologie soll das Forschungslabor und vor allem die hochsensiblen Daten vor Diebstahl und Manipulation schützen. Dr. Henning Finnley, Erfinder der Technologie, und seine Chefentwicklerin Dr. Priya Singh, werden trotz aller Sicherheitsvorkehrungen zu Hilfe gerufen, als sich in einer nächtlichen Aktion doch jemand an den Daten zu schaffen macht – wie das passieren konnte, kann sich zunächst niemand erklären. Auf dem Weg zum CERN werden sie im Auto von einer außer Kontrolle geratenen US-Drohne angegriffen. Als sie ermitteln, was hinter all dem steckt, machen sie eine Entdeckung, die im schlimmsten Fall den Planeten vernichten könnte.

Pures SciFi-Vergnügen

Auf den ersten Blick wirkt DarkSky wie ein sehr techniklastiger Science-Fiction-Roman. Und obwohl die technischen und wissenschaftlichen Details eine große Rolle spielen, immer wieder erwähnt und für die Handlung herangezogen werden, ist DarkSky für mich eher ein unglaublich spannender Sci-Fi-Krimi. Das notwendige Hintergrundwissen wird ganz unauffällig nebenbei geliefert, indem immer wieder leicht verständliche Erklärungen in die Erzählung einfließen. Man benötigt also keinesfalls das Fachwissen von Dr. Finnley oder Dr. Singh, um der Geschichte folgen zu können und am Ende hat man sogar noch Einiges gelernt! Bei den unterschiedlichen Charakteren gibt es eine angenehme Ausgewogenheit zwischen Expertentum und Menschlichkeit: nicht immer ist die Wissenschaft die Lösung und an manchen Stellen gewinnt die Kreativität. Gemeinsam mit den Hauptfiguren rätselt man sich durch die Geschichte, hat mindestens einmal jeden Charakter (egal ob Militär, Wissenschaftler oder Zivilist) im Verdacht, Böses getan zu haben und wird am Ende mit einem großen Showdown und einem netten Cliffhanger belohnt. Aus diesem Grund gibt es 5/5!

Ansonsten lässt sich sagen, dass DarkSky viele filmreife Szenen liefert, die das Kopfkino ordentlich zum Strahlen bringen. Und wahrscheinlich ist das (neben der spannenden, actionreichen Story) auch der Grund, wieso die Produktionsfirma 27 FILMS PRODUCTION (u.a. Iron Sky, Iron Sky – The Coming Race) sich schon die Rechte an DarkSky gesichert hat. Wir dürfen also gespannt sein!

„DarkSky: Die fremde Bedrohung“ ist der erste Teil einer Trilogie. Band 2 erschien im Sommer 2019. Ich habe noch die „alte“ Erstauflage des ersten Bandes, mittlerweile haben alle Bände einen anderen, etwas düstereren Look bekommen.

Literaturverweis

Stöhr, Bernd (2017): DarkSky. Die fremde Bedrohung. Hamburg: Books on Demand (Die Neuauflage mit neuem Cover erschien am 30.04.2019)

Weiterführende Informationen

Zur Homepage von Bernd Stöhr: https://darksky-trilogie.de/
Zur Homepage von 27 Films Production: http://www.27films.biz/

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