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Literatur | Der Lesereigen – ein Buch für jeden Monat

Eintauchen in Tintenwelten, zwischen den Seiten von Büchern wandeln – ich lade euch zu einem Lesereigen ein! Die Quest: 12 Bücher in 12 Monaten lesen. Die Schwierigkeit: der Name des Monats muss im Titel (nicht im Namen des Autors!) vorkommen. So erweitert man nicht nur seinen literarischen Horizont, sondern hat mit etwas Glück auch ein thematisch passendes oder in der jeweiligen Jahreszeit spielendes Buch für jeden Monat!

Es klingt zunächst einfacher als gedacht, da einige Monatsnamen wie z.B. Juli/July, June oder April in unterschiedlichen Sprachen auch gängige Vornamen sind. Andere Monate wie März oder August sind nach Gottheiten oder Kaisern benannt. Doch ganz so groß ist die Auswahl an Büchern tatsächlich nicht. Vor allem nicht, wenn man sich – wie ich – eher im Bereich Belletristik & Phantastik bewegen möchte.

Ich habe also zu jedem Monat des Jahres ein Buch herausgesucht, in dessen Titel der jeweilige Name des Monats vorkommt. Leider sind nicht alle Bücher auch auf Deutsch erhältlich. Ihr seid herzlich eingeladen, weitere Buchideen beizusteuern! Um euch bei der Erstellung eurer eigenen Liste behilflich zu sein, gibt es am Anfang des Artikels auch noch einen kleinen Exkurs zur Herkunft der deutschen Monatsnamen.

Der literarische Lesereigen

Woher kommen Monatsnamen wie August, Juli und April?

Januar: benannt nach Janus, zweigesichtiger Gott der römischen Mythologie, Beschützer der Stadttore, Gott des Ausgangs und des Eingangs – er ist also das Sinnbild für Anfang (des neuen Jahres) und Ende (des alten Jahres). Das lateinische Wort „ianua“ bedeutet „Schwelle“.

Februar: quasi der Saubermann unter den Monaten, denn das lateinische Wort „februare“ bedeutet „reinigen“.

März: benannt nach Mars, dem römischen Gott des Krieges und der Vegetation. Übrigens: im altrömischen Kalender begann das Jahr erst mit dem März, woraus sich auch die Verschiebung der numerisch-benannten Monate September bis Dezember ergibt.

April: abgeleitet vom lateinischen Wort „aperire“, was „öffnen“ bedeutet – April ist der Monat des Aufblühens.

Mai: benannt nach der römischen Göttin Maia.

Juni: benannt nach Juno, der römischen Gottheit der Geburt, Ehe und Fürsorge – und der römischen Entsprechung der griechischen Göttin Hera.

Juli: benannt nach Julius Caesar, da der Juli dessen Geburtsmonat war. Ursprünglich hieß der Monat aber „Quintilis“, also der „fünfte“ Monat, da es sich im römischen Kalender nicht um den 7., sondern den 5. Monat des Jahres handelte.

August: benannt nach Kaiser Augustus, der später auch in diesem Monat starb. Ursprünglich wurde der Monat „Sextilis“ genannt, da es sich um den „sechsten“ Monat handelte.

September: nach der römischen Kalendernummerierung wurde der „siebte“ Monat nach dem lateinischen Wort für „sieben“, also „septem“ benannt und nie angepasst – obwohl Kaiser Tiberius versuchte, eine Benennung nach seinem Namen durchzusetzen.

Oktober: auch hier wurde die römische Nummerierung beibehalten, die Benennung erfolgte nach dem lateinischen Wort „octo“ für „acht“. Auch hier gab es den Versuch, den Monat nach Kaiser Domitian zu benennen, allerdings wenig erfolgreich.

November: der „neunte“ Monat im römischen Kalender leitet sich von „novem“ für „neun“ ab.

Dezember: der „zehnte“ Monat im römischen Kalender hat seinem Namen von lateinisch „decem“ für „zehn“.

The Ten Thousand Doors of January

Januar: The Ten Thousand Doors of January – Alix E. Harrow

Dieses Buch hat den Anstoß für den Lesereigen gegeben. Es war einer unserer Buchclub-Vorschläge für das Januar-Buch und hat leider nicht gewonnen. So wird es nun trotzdem gelesen und hat eine ganz neue Leseherausforderung losgetreten.

Über das Buch: In the early 1900s, a young woman searches for her place in the world after finding a mysterious book in this captivating debut. In a sprawling mansion filled with peculiar treasures, January Scaller is a curiosity herself. As the ward of the wealthy Mr. Locke, she feels little different from the artifacts that decorate the halls. Then she finds a strange book that tells a tale of secret doors, of love, adventure, and danger.

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Die Türme des Februar

Februar: Die Türme des Februar – Tonke Dragt

Einer meiner liebsten Autoren ist die Niederländerin Tonke Dragt – als Kind habe ich „Das Geheimnis des Siebten Weges“ und „Der Brief für den König“ verschlungen. Im Studium habe ich dann alle ihre Werke erneut gelesen, Filme gesehen, Motive analysiert und liebe ihre Bücher noch immer.

Über das Buch: Der Junge ohne Erinnerungen. Wer bin ich? Wie bin ich hierhergekommen? An nichts mehr erinnert sich der Junge, der sich plötzlich allein an einem Strand wiederfindet – hinter ihm nur das weite Meer, vor ihm die Dünen. Die eigenen Fußspuren, die vom Wasser her auf ihn zuführen … Und jenseits der Dünen zwei hohe Türme, die unheimlich wirken und die er doch zu kennen scheint. In einem Notizbuch, das er bei sich trägt und dessen letzte Seiten bereits mit unleserlichen Zeichen beschrieben sind, hält er seine Gedanken und Erlebnisse fest, um sein verlorenes Gedächtnis wiederzufinden. Auf der Suche nach seiner Identität findet er Menschen, die ihn bei sich aufnehmen und ihm behilflich sind. Doch wem kann er wirklich vertrauen? Und wird er die Rätsel lösen, die mit seiner Vergangenheit zusammenhängen?

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March Violets

März: March Violets – Philip Kerr

Philip Kerr war ein britischer Autor, der vor allem Thriller, Krimi und Fantasy veröffentlichte. „March Violets“ ist der erste Teil der umfangreichen Reihe „Berlin Noir“ – sollte ich also Gefallen finden, warten 13 weitere Bände auf mich.

Über das Buch: Hailed by Salman Rushdie as a „brilliantly innovative thriller-writer,“ Philip Kerr is the creator of taut, gripping, noir-tinged mysteries that are nothing short of spellbinding. The first book of the Berlin Noir trilogy, March Violets introduces readers to Bernie Gunther, an ex-policeman who thought he’d seen everything on the streets of 1930s Berlin – until he turned freelance and each case he tackled sucked him further into the grisly excesses of Nazi subculture. Hard-hitting, fast-paced, and richly detailed, March Violets is noir writing at its blackest and best.

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The Enchanted April

April: The Enchanted April – Elizabeth von Arnim

Natürlich darf bei einem Lesereigen auch ein Klassiker nicht fehlen! Mit „Enchanted April“ (oder auf Deutsch „Verzauberter April“) von Elizabeth Arnim ist ein Buch von 1922 dabei, das wohl eine der bekanntesten Novellen der britischen Autorin sein dürfte.

Über das Buch: Vier englische Damen entfliehen dem trüben Londoner Alltag und reisen gemeinsam nach Italien – eine Reise, die einige Überraschungen mit sich bringt. In einem Palazzo am Meer, zwischen Pinien und Glyzinien entdecken sie nicht nur die Verzauberungskraft des mediterranen Frühlings, sondern auch die Liebe … 

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The Maytrees

Mai: The Maytrees – Annie Dillard

Kein Klassiker, aber dafür nicht weniger literarisch ist „The Maytrees“ von Pullitzer-Preisträgerin Annie Dillard. Leider wurden bisher nur 5 ihrer Werke ins Deutsche übersetzt und „The Maytrees“ gehört nicht dazu.

Über das Buch: Toby Maytree first sees Lou Bigelow on her bicycle in postwar Provincetown, Massachusetts. Her laughter and loveliness catch his breath. Maytree is a Provincetown native, an educated poet of thirty. As he courts Lou, just out of college, her stillness draws him. He hides his serious wooing, and idly shows her his poems. In spare, elegant prose, Dillard traces the Maytrees‘ decades of loving and longing. They live cheaply among the nonconformist artists and writers that the bare tip of Cape Cod attracts. When their son Petie appears, their innocent Bohemian friend Deary helps care for him. But years later it is Deary who causes the town to talk. 

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The Unmaking of June Farrow

Juni: The Unmaking of June Farrow – Adrienne Young

Ehrlicherweise weiß ich über dieses Buch noch am wenigsten zu berichten. Es hat mich beim Kauf einfach angesprochen. Ich kann nicht einmal sagen, ob es phantastische Elemente enthält oder der Zauber sich auch ganz ohne Magie entfaltet. Umso mehr freue ich mich auf den Juni, um dieses Buch zu lesen!

Über das Buch: In the small mountain town of Jasper, North Carolina, June Farrow is waiting for fate to find her. The Farrow women are known for their thriving flower farm – and the mysterious curse that has plagued their family line. The whole town remembers the madness that led to Susanna Farrow’s disappearance, leaving June to be raised by her grandmother and haunted by rumors. It’s been a year since June started seeing and hearing things that weren’t there. Faint wind chimes, a voice calling her name, and a mysterious door appearing out of nowhere-the signs of what June always knew was coming. But June is determined to end the curse once and for all, even if she must sacrifice finding love and having a family of her own. After her grandmother’s death, June discovers a series of cryptic clues regarding her mother’s decades-old disappearance, except they only lead to more questions. But could the door she once assumed was a hallucination be the answer she’s been searching for? The next time it appears, June realizes she can touch it and walk past the threshold. And when she does, she embarks on a journey that will not only change both the past and the future, but also uncover the lingering mysteries of her small town and entangle her heart in an epic star-crossed love.

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Girls of July

Juli: Girls of July – Alex Flinn

Etwas Leichtes für den Sommer – zumindest erhoffe ich mir genau das von „Girls of July“. Eine Geschichte über vier Frauen, die den Juli gemeinsam verbringen, um sich (und die jeweils anderen) besser kennenzulernen.

Über das Buch: Four girls. One unforgettable July. Britta is the bubbly drama queen. She needs to get away—and a peaceful cabin in the woods sounds like the perfect escape. Meredith is the overachiever. She’s spent her entire life preparing for college, but at what cost? Now she’s wondering if that’s all there is. Kate is the reluctant socialite. She’s searching for a reason to begin again after fleeing her small Georgia town—and a shameful family secret. Spider is the quiet intellectual. She’s struggling with pain that has isolated her from her peers for much of her life. When these four very different young women stay together for a month in the mountains, they discover that sometimes getting away from it all can only bring you back to who you really are.

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Petronella Saves Nearly Everyone: The Entomological Tales of Augustus T. Percival

August: Petronella Saves Nearly Everyone: The Entomological Tales of Augustus T. Percival – Dene Low

Für den August war es wirklich kompliziert, ein Buch zu finden, das sich nicht mit Augustus beschäftigt. Zum Glück bin ich fündig geworden und habe „Petronella“ entdeck. Und ich gestehe: bereits bei „entomological tales“ war ich überzeugt.

Über das Buch: You would think Petronellas sixteenth birthday would be cause for celebration. After all, fashionable friends are arriving at her country estate near London, teas are being served, and her coming out party promises to be a resplendent affair. Everything is falling nicely into place, until, suddenlyit isnt. For Petronella discovers that her guardian, Uncle Augustus T. Percival, has developed a most unVictorian compulsion: He must eat bugs. Worse still, because he is her guardian, Uncle Augustus is to attend her soiree and his current state will most definitely be an embarrassment. During the festivities, when Petronella would much rather be sharing pleasantries with handsome Lord James Sinclair (swoon), important guests are disappearing, kidnapping notes are appearing, many of the clues are insects, and Uncle Augustus is surreptitiously devouring evidence. Its more than one sixteen-year-old girl should have to deal with. But, truth be told, there is far more yet to come.

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The September Society

September: The September Society – Charles Finch

Classic Dark Academia here I come! Oxford, eine Geheimgesellschaft, verschwundene Studenten & ein Mord? Count me in. Für mich klingt das Buch ein wenig nach „Dead Poets Society“ (Buch) meets „The Oxford Murders“ (Film).

Über das Buch: A novel, in which Charles Lenox revisits his alma mater of Oxford to investigate one student’s disappearance and another’s murder – tied to a secret group known as The September Society. In the small hours of the morning one fall day in 1866, a frantic widow visits detective Charles Lenox. Lady Annabelle’s problem is simple: her beloved son, George, has vanished from his room at Oxford. When Lenox visits his alma mater to investigate he discovers a series of bizarre clues, including a murdered cat and a card cryptically referring to „The September Society.“ Then, just as Lenox realizes that the case may be deeper than it appears, a student dies, the victim of foul play. What could the September Society have to do with it? What specter, returned from the past, is haunting gentle Oxford? Lenox, with the support of his devoted friends in London’s upper crust, must race to discover the truth before it comes searching for him, and dangerously close to home.

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October, October

Oktober: October, October – Katya Balen

Nach so viel Belletristik, hochtrabender Literatur und Kriminalfällen wird es im Oktober Zeit für ein Kinder-/Jugendbuch! Mit „October, October“ nimmt Katya Balen uns mit in die Wälder und die Welt der elfjährigen October und in das Jahr, in dem sich für sie alles veränderte.

Über das Buch: A classic in the making for anyone who ever longed to be WILD. October and her dad live in the woods. They know the trees and the rocks and the lake and stars like best friends. They live in the woods and they are wild. And that’s the way it is. Until the year October turns eleven. That’s the year October rescues a baby owl. It’s the year Dad falls out of the biggest tree in their woods. The year the woman who calls herself October’s mother comes back. The year everything changes. Written in Katya Balen’s heart-stoppingly beautiful style, this book is a feast for the senses. And, as October fights to find the space to be wild in the whirling chaos of the world beyond the woods, it is also a feast for the soul.

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Butterflies in November

November: Butterflies in November – Auður Ava Ólafsdóttir

Mit diesem Buch kann ich hoffentlich auf meiner „World Book Tour“-Liste Island abstreichen. Nicht nur dank der Autorin, sondern auch, weil es in „Butterflies in November“ einmal über die Ringroad an der isländischen Küste entlang geht.

Über das Buch: A hilarious and moving road trip around Iceland in an old car, told by a recently divorced woman with a five year-old boy ‚on loan‘

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Der kleine König Dezember

Dezember: Der kleine König Dezember – Axel Hacke

Den Abschluss des Lesereigen bildet ein besonders schönes Buch: „Der kleine König Dezember“. Der kleine König ist quasi „Der kleine Prinz“ für Erwachsene – und lädt zum Träumen ein.

Über das Buch: Der kleine König Dezember II. stand eines Tages plötzlich im Zimmer: Ächzend hatte er seinen fetten Bauch durch einen Spalt zwischen Bücherregal und Wand gequetscht, knabberte an einem Gummibärchen und beantwortete meine Fragen. Warum er so klein ist, nicht länger als ein Zeigefinger? In seiner Welt, hinter Regal und Wand, wird man groß geboren und dann kleiner und immer kleiner, bis der Kammerdiener einen morgens im Bett nicht mehr findet. Man kann am Anfang des Lebens schon lesen, schreiben, zurarbeitgehen, kompjutaprogrammieren und geschäftsessen. Je kleiner man wird, desto mehr vergißt man davon. Wenn einer nicht mehr geschäftsessen kann, muß er nicht mehr ins Büro kommen. Darf zu Hause bleiben und im Garten die Schatten für Gespenster halten, den Wolken Namen geben und seinen Teddybären anschreien. Die Kindheit liegt am Ende des Lebens, anders als bei uns.

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Der literarische Lesereigen

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