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Literatur | 7 Bücher in 7 Tagen lesen – die Auswahl

Ist es möglich, in einem normalen Alltag neben Arbeit, Schule oder Uni (oder mehrerer dieser Sachen gleichzeitig) ganze sieben Bücher in einer Woche zu lesen? Jeden Tag ein Buch lesen und trotzdem denn Alltag geregelt bekommen? Eine schöne Vorstellung und ich werde genau das ausprobieren. Auf Instagram hatte ich mehrere Optionen zur Wahl gestellt, mit was ich mich in den nächsten 7 Tagen beschäftigen soll. Zur Wahl standen: a) 7 Bücher in 7 Tagen lesen, b) 7 Tage lang wie Haruki Murakami leben, c) 7 Tage lang wie Casey Neistat leben, d) in 7 Tagen Italienisch lernen. All das sind Dinge, die ich tatsächlich gerne einmal ausprobieren würde, allerdings konnte ich mich nicht entscheiden und (dem Internet sei Dank) haben andere nette Menschen das für mich übernommen. Heißt: ab heute habe ich 7 Tage lang Zeit, 7 komplette Bücher zu lesen, ohne dabei z.B. Urlaub zu nehmen oder anderswo kürzer zu treten. Geht das? Und für welche Bücher habe ich mich entschieden?

Die Buchauswahl

Zwar habe ich schon häufiger in einem begrenzten Zeitraum viele Bücher lesen „müssen“ (zuletzt für den wundervollen Phantastikpreis SERAPH, in dessen Jury ich mitwirken durfte), aber egal ob Schule, Studium oder eben Jurorentätigkeit: ich hatte immer mehr als 1 Tag pro Buch Zeit. Klar also, dass ich mir nicht 7 dicke Fantasywälzer vornehmen sollte. Ich habe mich daher für (alte und neue) Klassiker entschieden, die zwischen 107 und 325 Seiten haben:

Ein Buch auf einem Tisch mit Zeitung, Kaffee und Notizbüchern. Foto: Lilli/geek's Antiques

Einer flog über das Kuckucksnest von Ken Kesey

Der 1962 erschienene Roman von Ken Kesey (1935-2001) ist eine Parabel über eine totalitäre Gesellschaft, in der der Mensch nur zwischen Unterwerfung und Ausschluss aus der Gesellschaft bzw. Bestrafung wählen kann. Das Buch zählt zu den wichtigsten Werken der amerikanischen Literatur und auch wenn es schon sehr, sehr lange im Bücherregal steht, habe ich es bisher noch nicht gelesen.

Ein Buch auf einem Tisch mit Zeitung, Kaffee und Notizbüchern. Foto: Lilli/geek's Antiques

Homo Sapiens von Georg Christoph Lichtenberg

Homo Sapiens ist eine Sammlung von Aphorismen des Physikers, Naturforschers und Schriftstellers Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799). Meine Ausgabe ist von 1963 und erschien beim Eulenspiegel Verlag. Obwohl Lichtenberg als Begründer des deutschsprachigen Aphorismus gilt, habe ich bisher nichts von ihm gelesen und erst beim Recherchieren festgestellt, dass die Aphorismen seinerzeit noch als „Sudelschriften“ bezeichnet wurden und erst posthum veröffentlicht und gewürdigt wurden.

Ein Buch auf einem Tisch mit Zeitung, Kaffee und Notizbüchern. Foto: Lilli/geek's Antiques

Hectors Reise von Francois Lelord

Das Buch, dessen vollständiger Titel „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ lautet, erschien bereits 2002 und ich habe es vor einigen Jahren (wie auch den Folgeband) schon gelesen. Allerdings finde ich es so schön, dass ich die Chance gerne nutzen möchte, um es nochmals zu lesen. Es geht um einen jungen Psychiater namens Hector, der sich auf der Suche nach dem Glück in unterschiedliche Regionen der Erde aufmacht. Ich mochte beim ersten Lesen vor allem die Sprache, die Zeitlosigkeit und die Unbestimmtheit der Orte, an die Hector reist.

Ein Buch auf einem Tisch mit Zeitung, Kaffee und Notizbüchern. Foto: Lilli/geek's Antiques

Ein Mensch von Eugen Roth

Eugen Roth (1895-1976) war ein deutscher Lyriker und Autor von humoristischen Versen. „Ein Mensch“ versammelt viele seiner Gedichte & knappen Erzählungen und ist sein wohl bekanntestes Werk. Im Fokus stehen vor allem lustige, heikle oder peinliche Situationen des menschlichen Zusammenlebens und selbst beim kurzen Reinlesen habe ich mich an der einen oder anderen Stelle schon ertappt gefühlt.

Ein Buch auf einem Tisch mit Zeitung, Kaffee und Notizbüchern. Foto: Lilli/geek's Antiques

Der alte Mann und das Meer von Ernest Hemingway

Wenn das kein Klassiker ist, weiß ich auch nicht weiter! „Der alte Mann und das Meer“ ist so ein Titel, den vermutlich jeder schon einmal gehört hat. Aber wie viele haben ihn auch tatsächlich gelesen? Ich bisher leider noch nicht. Das Werk von Ernest Hemingway (1899-1961) ist ein Kurzroman, der 1952 zuerst in einer Zeitschrift und dann später als Buch veröffentlicht wurde. Es ist Hemingways letztes Werk, zwei Jahre später erhielt er den Literaturnobelpreis. Die Handlung klingt auf den ersten Blick etwas bizarr: Ein epischer Kampf zwischen einem alten Fischer und einem riesigen Speerfisch. Auf den Plot bin ich also besonders gespannt!

Ein Buch auf einem Tisch mit Zeitung, Kaffee und Notizbüchern. Foto: Lilli/geek's Antiques

Aus dem Leben eines Taugenichts von Joseph von Eichendorff

Die Novelle von Joseph von Eichendorff (1788-1857) ist eine sogenannte musikalische Prosa und kann als beispielhaft für die Spätromantik gesehen werden, das Buch wird oftmals sogar als Höhepunkt und gleichzeitig Ausklang der deutschen Romantik bezeichnet. Der Stil ist eine Mischung aus Epik und Lyrik, was typisch für Eichendorff ist. Im Großen und Ganzen ist „Aus dem Leben eines Taugenichts“ eine Erzählung über den Konflikt zwischen Künstlern bzw. Romantikern und den pedantischen Spießbürgern, die den Erstgenannten Faulenzerei und Lümmelei vorwerfen.

Ein Buch auf einem Tisch mit Zeitung, Kaffee und Notizbüchern. Foto: Lilli/geek's Antiques

Die neuen Leiden des jungen W. von Ulrich Plenzdorf

Erneut ein Werk, das ich bereits mehrfach gelesen habe: „Die neuen Leiden des jungen W.“ ist ein Bühnenstück von Ulrich Plenzdorf, das (wie der Name vielleicht schon vermuten lässt) auf Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ anspielt. Außerdem gibt es beabsichtigte Parallelen zu „Der Fänger im Roggen“ und „Robinson Crusoe“. Im Zentrum der Handlung steht ein Jugendlicher, der endlich aus seiner kleinbürgerlichen Umgebung ausbrechen will und im „Werther“ Ähnlichkeiten mit seinem eigenen Leben entdeckt. Die Erzählung spielt in der alten DDR und in Berlin.

Wenn ihr gerne mitmachen und ebenfalls versuchen wollt, 7 Bücher in 7 Tagen zu lesen, schreibt mit auf Instagram an @geeksantiques, dann können wir uns austauschen!

Bücher auf einem Tisch mit Zeitung, Kaffee und Notizbüchern. Foto: Lilli/geek's Antiques

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