Bücher,  Rezensionen

Bücher | Zuletzt gelesen – Von Göttern, Titanen und Groschenromanen

Das Bücherjahr 2018 habe ich im Januar erfolgreich mit neun gelesenen Titeln eingeläutet! Welche göttlichen Bücher das waren, was Schiller und Goethe mit Magie zu tun haben und warum mich eines der Werke derart enttäuscht hat, dass mein Lesewille für die ganze Romanreihe auf nahezu Null gesunken ist, erfahrt ihr im heutigen Beitrag.

Percy Jackson – Ein Jugendbuch wird erwachsen
Über die Weihnachtstage habe ich den ersten Band der Percy Jackson-Reihe von Rick Riordan verschlungen und den Fehler gemacht, gleich im Anschluss den Film zu schauen. Im Januar waren dann die restlichen Bände der Reihe dran und erneut war ich begeistert zu sehen, wie ein Autor es vermag, die Geschichte, die Protagonisten und die Leser gemeinsam an den Aufgaben und Abenteuern in den Büchern wachsen zu lassen. Es kommt selten vor, dass der letzte Band einer Roman-Reihe zu meinem Lieblingsbuch wird, Rick Riordan hat es mit seinem Erzählstil aber geschafft.

Band 2: Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen von Rick Riordan
gebundene Ausgabe erschienen im Carlsen Verlag, übersetzt von Gabriele Haefs

Der zweite Teil der Percy Jackson-Reihe ist gewohnt spannend und lustig. Der Auftrag, den Percy und seine Halbgötter-Freunde aus dem Camp Half-Blood diesmal erledigen müssen, entwickelt sich gefährlicher als gedacht und als Leser fiebert man bis zum Ende mit. Allerdings ist Band 2 meiner Meinung nach trotzdem der schwächste Band der Reihe.

Band 3: Percy Jackson – Der Fluch des Titanen von Rick Riordan
gebundene Ausgabe erschienen im Carlsen Verlag, übersetzt von Gabriele Haefs

Die schlimmste Befürchtung der Götter ist eingetreten: Die Titanen planen einen Krieg gegen den Olymp. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Monster der griechischen Mythologie, gegen die Percy und seine Mitstreiter kämpfen müssen. Spannend und mitreißend!

Band 4: Percy Jackson – Die Schlacht um das Labyrinth von Rick Riordan
gebundene Ausgabe erschienen im Carlsen Verlag, übersetzt von Gabriele Haefs

In Teil Vier begleiten wir Percy, Annabeth, Percy´s Halbbruder Tyson und den Satyr Grover in das Labyrinth von König Minos. Die Gefahren, die dort lauern, sind nicht nur irdischer Natur und die Freunde aus Camp Half-Blood müssen sich Illusionen stellen und Fallen überwinden. Neben dem letzten Band (Teil 5) für mich eines der spannendsten und besten Percy Jackson-Bücher!

Band 5: Percy Jackson – Die letzte Göttin von Rick Riordan
gebundene Ausgabe erschienen im Carlsen Verlag, übersetzt von Gabriele Haefs

Alte Feinde, neue Freunde und das große Finale! In „Die letzte Göttin“ deutet alles auf einen letzten großen Kampf am Fuße des Olymps hin. Und am Ende erleben wir den Aufstieg und Fall eines Helden, den weder Götter noch Halbgötter voraussehen konnten. Rick Riordan findet einen krönenden Abschluss für seine Reihe und liefert als Abschiedsgeschenk sein bestes Percy Jackson-Buch, in dem aus jungen Halbgöttern erwachsene Helden des Olymp werden.

Die Highland-Saga als Groschenroman
Vorab: ich habe noch keines der Bücher aus der Highland-Saga von Diana Gabaldon gelesen und auch die Serie „Outlander“ nicht gesehen. Da ich Graphic Novels eigentlich sehr gerne mag, dachte ich, dass diese Darbietungsform vielleicht der richtige Einstieg in eine 9.488 Seiten umfassende Buchwelt sein könnte. Falsch gedacht!

Feuer und Stein. Eine Liebe in den Highlands – Graphic Novel von Diana Gabaldon, illustriert von Hoang Nguyen
gebundenen Ausgabe erschienen bei Blanvalet, übersetzt von Barbara Schnell

Die Handlung setzt vor der Geschichte in den Büchern ein und dreht sich um Jamie Fraser und Claire Randall, deren Liebe beide in große Schwierigkeiten bringen soll. Mehr kann ich zum Inhalt auch nicht wirklich sagen, denn nach der Lektüre bin ich genauso schlau wie zuvor. Kennt man die grobe Story aus den Büchern, kann es sein, dass der Einstieg etwas leichter gelingt. Allerdings hätte wahrscheinlich auch mehr Hintergrundwissen und „Inhalt“ den furchtbaren Stil eines Arzt- oder Groschenromanes nicht ausgleichen können. Die Bilder sind übertrieben kitschig, sexistisch und an vielen Stellen alles andere als jugendfrei. Auch das Vorwort und der kleine Blick in die Entstehung der Kooperation von Diana Gabaldon und Hoang Nguyen wirkte auf mich eher unsympathisch als einladend. Mir hat „Feuer und Stein. Eine Liebe in den Highlands“ leider gar nicht gefallen und die Highland-Saga ist nach diesem Desaster auf meinem Wunschzettel weit nach hinten gerückt (ganz aufgegeben habe ich aber noch nicht!).

Die Spiderwick-Geheimnisse
Nachdem die ersten drei Bücher über die fantastische Geschichte der drei Geschwister Jared, Simon und Mallory im Januar bei mir einziehen durften, habe ich sie im selben Monat noch gelesen. Die Filmadaption konnte mich nicht so ganz überzeugen, in den Büchern jedoch wird die magische Welt der Spiderwick-Familie von Holly Black wunderschön beschrieben und durch liebevolle Illustrationen von Tony DiTerlizzi untermalt! Die märchenhafte Geschichte hat mir zwar sehr gut gefallen, da ich dank des Films aber den Ausgang schon kenne, weiß ich noch nicht, ob die restlichen Bände noch in mein Regal wandern werden. Wobei eine unvollständige Reihe auch keine schöne Sache ist…

Band 1: Eine unglaubliche Entdeckung von Holly Black, Illustrationen von Tony DiTerlizzi
gebundene Ausgabe erschienen bei cbj, übersetzt von Anne Brauner

Im ersten Teil der Geschichte machen die Geschwister in ihrem neuen Zuhause, dem Spiderwick-Anwesen, eine überraschende Entdeckung und tauchen ein in die Welt von Elfen, Feen, Kobolden und Trollen. Für Kinder ein absolut spannender Auftakt der Erzählung!

Band 2: Gefährliche Suche von Holly Black, Illustrationen von Tony DiTerlizzi
gebundene Ausgabe erschienen bei cbj, übersetzt von Anne Brauner

Alles geht drunter und drüber, die Geschwister sind einer großen Sache auf der Spur. Allerdings sind die Drei sich dessen und der Gefahr, in der sie schweben, noch nicht bewusst. Im spannenden zweiten Teil werden die Geschichte und die Wesen, die in ihr auftauchen, immer düsterer…

Band 3: Im Bann der Elfen von Holly Black, Illustrationen von Tony DiTerlizzi
gebundene Ausgabe erschienen bei cbj, übersetzt von Anne Brauner

Jared, Simon und Mallory stehen vor einer wichtigen Entscheidung, als sie sich verbotenerweise in das Reich der Elfen vorwagen. Der dritte Band ist nicht mehr ganz so spannend wie die ersten beiden Teile. Mittlerweile ist man als Leser in der Welt voller magischer Geschöpfe angekommen und der Überraschungseffekt lässt ein wenig nach. Trotzdem macht Teil 3 Lust auf mehr!

Goethe und die Gebrüder Grimm auf Geisterjagd
Das Erstlingswerk von Kai Meyer spielt im klassischen Weimar und man fragt sich zurecht, wie viel von dem, was hier geschrieben wird, tatsächlich historische Realität hätte sein können.

Die Geisterseher – ein unheimlicher Roman aus dem klassischen Weimar von Kai Meyer
Taschenbuch erschienen bei BasteiLübbe

Kai Meyer schafft es, auf sympathische Art und Weise die Sprache des 19. Jahrhunderts einzufangen und die Geschichte aus dem Mund von Wilhelm Grimm zu erzählen. Die Gebrüder Grimm sind nach einem Besuch beim sterbenden Friedrich Schiller zurecht beunruhigt und verstört. Sie sind nun mit dem Verwahren des letzten Manuskript Schillers betraut und Teil einer geheimnisvollen Geschichte, in der man Gut und Böse nur schwerlich auseinanderhalten kann. Neben vielen Anspielungen auf bekannte Grimmsche Märchen und Werke von E.T.A. Hoffmann, Goethe oder Schiller gibt es auch zahlreiche magische und mystische Verstrickungen, die aus einem historischen Roman ein nettes Fantasy-Werk zaubern. Bis auf ein paar Logikfehler (die man Kai Meyer gerne verzeiht) und wenige Ungereimtheiten am Schluss ist „Die Geisterseher“ ein absolut lesenswertes Buch. Ich habe im Anschluss noch „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann gelesen und mir Schillers Romanfragment „Der Geisterseher“ gekauft.

© geek’s Antiques by Lilli
lilli (at) geeksantiques.de
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