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Liebesbrief an die Literatur | Neu entdeckte Bücher, die ich gerne lesen möchte

In den letzten Wochen bin ich über viele neue und alte Bücher gestolpert – sei es auf Flohmärkten oder im Buchclub – (und nein, die Gedankenstriche sind nicht von der KI, ich nutze sie einfach gerne, lasst mich!) und wollte sie einmal mit euch teilen. Als Inspiration, falls ihr die Bücher noch nicht kennt, oder als Bitte, mir zu erzählen, wie ihr sie fandet, falls ihr sie schon kennt.

Ein kleiner Liebesbrief an die Literatur <3

„The Geomagician“ von Jennifer Mandula

Ich muss zugeben, man hatte mich schon bei „Victorian Fossil Hunter“, aber als dann noch ein Baby Pterodactyl erwähnt wurde, hat das Buch sich an die Spitze meiner Wunschliste katapultiert. Ich liebe historische Fantasy, die zwischen 1800 und 1920 spielt, vor allem aber das viktorianische Zeitalter. „Lady Trents Memoiren“ von Marie Brennan* und„Emily Wildes Enzyklopädie der Feen“ von Heather Fawcett* fand ich fantastisch und als ich gesehen habe, dass von Heather Fawcett auch noch der Blurb zu „The Geomagician“* stammt, war ziemlich schnell klar, dass ich das Buch lesen möchte.

Es geht um Mary Anning, die eine Karriere als Geomagierin (engl. geomagician) anstrebt. Geomagier sind Paläontologen, die Fossilien nutzen, um Magie wirken zu können. Das Problem: Frauen werden von der Geomagical Society of London nicht zugelassen… Das kann ja nur spannend werden, oder?

„Urwelten“ (engl. Otherlands) von Thomas Halliday

Dieser Buchfund war bei mir eine Mischung aus „Cover überzeugt“ und „ich hatte eigentlich was anderes gesucht, aber was solls“. Ursprünglich wollte ich etwas zu Tad Williams‘ Buchreihe „Otherland“* nachlesen, da das eine meiner Lieblingsbuchreihen ist. Zufälligerweise bin ich dabei über „Otherlands“* (so der englische Titel von „Urwelten“) gestolpert und fand das Cover direkt ansprechend. Vor allem, weil es mich irgendwie an „Annihilation“ von Jeff Vandermeer* erinnert hat. Eine Klappentextlektüre später war mir klar, dass es überhaupt nicht in die Richtung von Annihaltion geht, da es ein Sachbuch ist, in dem sich der Paläontologe Thomas Halliday mit ausgestorbenen Ökosystemen beschäftigt.

Was mich wiederum an ein altes Monatsbuch im Buchclub erinnert hat, und zwar „Die Letzten ihrer Art“ von Douglas Adams*. So viel zu meinen Gedankensprüngen. Fazit von all dem: ich möchte das Buch gerne bald lesen, da es eine spannende Reise durch die Erdgeschichte verspricht!

„Das Schwarze Einhorn“ von Terry Brooks

Dieser Klassiker ist auf meiner Wunschliste gelandet, da Roxy (ein wundervolles Buchclub-Mitglied) das Buch im Plauderkanal im Discord-Forum gezeigt hatte. Es ist zwar leider kein Einzelband (schade, schade, dann „muss“ ich eine ganze Reihe lesen), da ich aber die anderen Bücher von Terry Brooks (z.B. die „Shannara-Chronicles“) gern mochte, habe ich mir diesen Klassiker gleich gemerkt.

Und irgendwie hat die Zunahme von generativer KI in der Covergestaltung auch massiv dazu beigetragen, dass ich die alten kitschigen und übertriebenen Fantasy-Buchcover aus den 80ern, 90ern und frühen 2000ern wieder schätzen und lieben gelernt habe.

„Slewfoot“ von Brom

Auch wenn jetzt eigentlich nicht die richtige Zeit für dunkle witchy Fantasy ist (wobei, wenn ich gerade raus schaue: es sind 8 Grad und es regnet, als why not?), hab ich mir vorsorglich schon einmal „Slewfoot“* auf die Liste gepackt. Ich weiß gar nicht mehr, wer das Buch im Buchclub-Booktober zuerst empfohlen hatte, aber seitdem begegnet es mir immer wieder.

Die Geschichte spielt in New England im Jahr 1666. Ein dunkles Wesen erwacht in den Wäldern, man nennt es father, slayer, protector. Die Kolonialisten hingegen schimpfen es Teufel, Dämon, Slewfoot… Und mittendrin findet sich Abitha wieder, die als Outcast in Slewfoot ihren einzigen Verbündeten findet.

„Auf See“ von Theresia Enzensberger

Vor einigen Wochen habe ich gezielt nach guter und besonderer Science Fiction gesucht (danke an dieser Stelle an meinen Buchclub für die tolle Inspiration, die Liste teile ich vielleicht irgendwann auch nochmal hier, wenn ich dran denke!). Dabei war ich auch viel auf Reddit unterwegs und bin bei einem meiner Deep Dives auf das Buch „Auf See“ von Theresia Enzensberger* gestoßen.

„Auf See“ spielt in einer utopischen Zukunft auf einer schwimmenden Stadtinsel in der Ostsee. Es geht um sektenartige Dynamiken in einer hochtechnisierten Welt und um die Zukunft der menschlichen Gemeinschaft. Ein wenig erinnern mich Klappentext und Aufmachung an „Das Meer der endlosen Ruhe“ von Emily St. John Mandel*, das wir im Buchclub bereits zusammen gelesen haben. Ich bin gespannt, ob ich mit meiner Intuition richtig liege.

„Hyperion“ von Dan Simmons

Dan Simmons ist leider Anfang des Jahres verstorben und zufälligerweise habe ich ein paar Wochen später seine Hyperion-Bücher* auf einem Charity-Bücherflohmarkt entdeckt. Die beiden älteren Herren am Stand waren zwar sehr verwundert, dass ich mich genau für diese Bücher interessiere und nicht für etwas „Neueres“, aber ich glaube am Ende waren sie froh, dass sie ihre SciFi-Schätze an jemanden losgeworden sind, der sich wirklich darüber freut.

Fantasy- & SciFi-Kiste auf dem Bücherflohmarkt

Ich habe beide Hyperion-Bücher („Hyperion“ & „Der Sturz von Hyperion“ und die beiden Bradshaw-Bücher) mitgenommen. Und nun freue ich mich, sehr bald meine Pilgerreise nach Hyperion beginnen zu können…

Currently (re)reading: „Dungeons & Drama“ von Kristy Boyce

Da wir gerade so schön über Bücher plaudern, dachte ich mir, ich zeige euch noch schnell mein aktuelles Buch (neben dem Monatsbuch natürlich)! Es ist „Dungeons & Drama“ von Kristy Boyce*, ein süßes Teenie-Romance-Buch über Nerds & Musicalfreaks, die in einem Brettspielladen zueinander finden. Ich habs schon mal gelesen, wollte aber Band 1 und 2 noch einmal lesen, bevor der neu erschienene Band 3 an der Reihe ist.

Briefe aus Fabelville

Gerade schreibe ich außerdem am nächsten Brief, den ich an die Märchensammler, Sagenforscher & Mythenarchivare aus dem Buchclub verschicke. Im letzten Brief (den ihr hier auf dem Bild seht) habe ich ein paar Gedanken zum Thema KI in der Buchbranche geteilt und wie mich das zurück zu Dingen bringt, die ich früher geliebt habe. Dazu gabs noch eine illustrierte Postkarte aus dem Wilden Wald und ein kleines Leporello, das ich selbst gezeichnet und ausgeschnitten habe.

Falls ihr auch Post bekommen wollt: ich verschicke die Briefe an alle Buchclub-Mitglieder ab der Stufe „Märchensammler“ bei Patreon – als Dank für den Support! <3


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