Book Kitchen | D20 Strawberry Pop-Tarts aus „Dungeons & Drama“ (Rezept)
Willkommen im „Sword and Board Games“, dem Local Game Store eures Vertrauens! Hier treffen sich Brettspiel-Fans, TCG-Nerds und D&D-Gruppen – und Riley wird als Musical-Girlie (unfreiwillig) in genau diese Ansammlung von „Weird Kids“ hineingeworfen, worauf sie so gar keine Lust hat. Riley will eigentlich nur das Frühlingsmusical an ihrer Highschool auf und über die Bühne bringen. Da sie allerdings eine dumme Entscheidung trifft, muss sie zur Strafe als Aushilfe im Brettspiel-Laden ihres Vaters arbeiten, statt die Nachmittage mit Tanz & Musik zu verbringen… Und nach und nach merkt sie, dass diese „weirden Kids“ vielleicht gar nicht so anders sind als sie selbst.

Mehr möchte ich an dieser Stelle über „Dungeons & Drama“ von Kristy Boyce* gar nicht verraten – lest dazu gern meine Rezension: Nerdsalon | Musical Girlie meets D&D-Party – „Dungeons & Drama“ von Kristy Boyce
Wir backen heute passend zum Buch D20-förmige Strawberry Pop-Tarts aus „Dungeons & Drama“*! Der perfekte Lesesnack, um die Reihe „Quest for Love“ weiterzulesen – Band 2 heißt übrigens „Dating & Dragons“.
Quest for Love – Leserunde
Ein paar Mitglieder aus dem Fantastic Books Buchclub haben sich zusammengetan, um die 3 Bücher aus der „Quest for Love“-Reihe von Kristy Boyce zu lesen: Dungeons & Drama, Dating & Dragons und Rolls & Rivalry. Wenn ihr auch mitlesen oder euch generell mit anderen über Bücher, Fandoms und Nerdkultur austauschen wollt, werdet Mitglied und kommt in unser wundervolles Forum auf Discord. Alle Infos findet ihr hier: fantasticbooks.de – Mitglied werden könnt ihr hier: patreon.com/lilli_immel

D20 Strawberry Pop-Tarts aus „Dungeons & Drama“
Fangen wir mit den Basics an: Was ist ein D20? Und was haben Strawberry Pop-Tarts mit D&D zu tun?
Ein D20 („Dice 20“, auf deutsch auch „W20“) ist ein 20-seitiger Würfel, der u.a. in Rollenspiel-Systemen wir Dungeons & Dragons (kurz „D&D“) Verwendung findet, um mit Attributswürfen, Angriffswürfen und Rettungswürfen zu checken, ob eine Spiel-Aktion erfolgreich ist oder nicht.
Pop-Tarts sind ein US-amerikanisches süßes Gebäck, das oft als Frühstückssnack gegessen und dafür meist im Toaster erwärmt wird. Vielleicht kennt der eine oder die andere von euch die Pop-Tarts auch noch aus Serien wie Gilmore Girls, denn bei Lorelai und Rory gibt es Pop-Tarts regelmäßig zum Frühstück. Pop-Tarts, vor allem Strawberry Pop-Tarts, spielen auch in „Dungeons & Drama“ eine besondere Rolle: Musical-Girl Riley, die Protagonistin, und ihr D&D-spielender Fake-Boyfriend Nathan haben anfangs nicht gerade viel gemeinsam. Allerdings sind sie beide „Team frosted Pop-Tarts“ und finden darüber erste Gemeinsamkeiten:
This afternoon we all got into a weirdly hysterical debate over whether frosted Pop-Tarts are better than unfrosted. […] We are practically in food fight territory by the end of lunch.
„Dungeons & Drama“ von Kristy Boyce, S. 114
Nathan und Riley beschließen, Strawberry Pop-Tarts kaufen zu gehen und kehren danach in den Brettspiel-Laden zurück:
I grab the Pop-Tarts – then we hurry back into the car and to the game store. […] I feel different when I walk back through the door to Sword and Board Games, strawberry goodness in hands.
I think we are actual friends now.
„Dungeons & Drama“ von Kristy Boyce, S. 117
Theoretisch kann man Pop-Tarts in Europa auch kaufen, allerdings sind sie ziemlich teuer und vor allem voller Zusatzstoffe, obwohl der Teig und die Füllung eigentlich ziemlich simpel sind. Aus diesem Grund backen wir heute Strawberry Pop-Tarts einfach selbst. Normale Pop-Tarts sind rechteckig geformt, aber als kleine D&D-Referenz machen wir – wenn wir sowieso schon selbst backen – D20-förmige Pop-Tarts!

Rezept: Strawberry Pop-Tarts (20-25 Stück)
Es sind nur weniger Zutaten und die Zubereitung ist ziemlich einfach. Insgesamt braucht ihr unter 2 Stunden inkl. aller Kühl- und Backzeiten: ca. 5 Minuten, um den Teig herzustellen, 60 Minuten, um den Teig kalt zu stellen, 12 bis 15 Minuten Backzeit, 20 Minuten zum Auskühlen der Pop-Tarts und nochmal 5 Minuten zum Dekorieren. Während ich diesen Artikel schreibe, knuspere ich übrigens gerade ein paar Pop-Tarts und sie sind wirklich unfassbar lecker!
Zutaten für Strawberry Pop-Tarts
- D20-förmiger Cookie-Cutter (ich habe diesen hier verwendet: Ikosaeder Ausstechform Cookie Cutter von Bakerlogy*)
- Nudelholz
- Gabel
- Zahnstocher

für den Teig:
- 2,5 Tassen oder 320 g Dinkelmehl (Typ 630)
- 1 TL Zucker
- 0,5 TL Salz
- 1 Tasse oder 225 g sehr kalte Butter, in Würfel geschnitten
- 0,5 Tassen oder 125 g Creme fraiche
für die Füllung:
- 1 Ei
- 1 TL Wasser
- Erdbeermarmelade
für den Zuckerguss:
- 0,5 Tassen oder 100 g Puderzucker
- etwas Wasser (nur so viel, dass der Zuckerguss schön cremig wird)
- rosa Zuckerstreusel
Zubereitung der Strawberry Pop-Tarts
Bereitet zuerst den Teig zu. Dafür mischt ihr Mehl, Zucker und Salz miteinander. Gebt nun die kalten Butterwürfel dazu und verknetet alles mit den Händen bis die Mischung aussieht wie Streusel. Die Butter muss nicht (!) vollständig eingeknetet werden, es ist für die spätere Teigstruktur sogar notwendig, dass noch einzelne Butterstückchen im Teig erkennbar sind. Gebt nun die Creme fraiche dazu und verknetet alles erneut mit den Händen.
Sobald der Teig nicht mehr an den Händen kleben bleibt, formt ihr ihn zu einer Kugel und stellt ihn für ca. 60 Minuten in den Kühlschrank. Tipp: beim späteren Ausrollen des Teiges könnt ihr den Teig im Kühlschrank stehen lassen und euch immer nur ein Viertel zum Verarbeiten herausnehmen. So bleibt er schön kalt und lässt sich besser ausrollen.
Nach 60 Minuten Kühlzeit könnt ihr mit der Weiterverarbeitung beginnen. Heizt den Backofen auf 200 Grad Celsius (Ober/Unterhitze) vor. Stellt euch ein Backblech (Blech, nicht Rost!) mit Backpapier bereit.
Vermischt in einem Glas das Ei mit einem TL Wasser. Stellt euch die Eiermischung gemeinsam mit der Erdbeermarmelade bereit.
Nehmt ein Viertel des Teiges aus dem Kühlschrank und gebt den Teig auf eine bemehlte Oberfläche. Streut auch etwas Mehl auf den Teig und reibt euer Nudelholz mit Mehl ein. Rollt den Teig aus, sodass er etwa die Dicke eures Cookie-Cutters erreicht (ca. 0,5 bis 0,8 cm). Stecht nun mit dem Cookie-Cutter einzelne Teig-Sechsecke aus. Für jede Pop-Tart benötigt ihr 2 Teile: ein Unterteil und einen Deckel. Die „hässlicheren“ Sechsecke könnt ihr später als Unterteil verwenden, nehmt die mit den deutlich erkennbaren Linien daher am besten als Deckel für die Pop-Tarts.

Das Zusammensetzen der Pop-Tarts ist recht einfach: nehmt euch ein Unterteil, bestreicht es mit der Eiermischung, gebt 1/2 Teelöffel Erdbeermarmelade in die Mitte und verschließt alles mit einem Deckel (die Linien bleiben oben). Beachtet dabei, dass ihr die beiden Sechsecke passend aufeinander setzt.
Nehmt nun eine Gabel und drückt die Ränder rundherum ein, um Unterseite und Deckel miteinander zu verbinden. Stecht anschließend mit einem Zahnstocher 5 bis 10 kleine Löcher in die Oberfläche, damit später die heiße Luft entweichen kann und eure Pop-Tarts nicht aufplatzen.
Bestreicht die fertigen Strawberry Pop-Tarts mit der Eiermischung und legt sie auf das Backblech. Wiederholt den Vorgang bis der Teig komplett aufgebraucht ist. Am Ende solltet ihr etwa 20 bis 25 Pop-Tarts herausbekommen, die Anzahl hängt natürlich von der gewählten Größe der Ausstechform und der Dicke des Teiges ab.
Gebt das Blech mit den Pop-Tarts für 12 bis 15 Minuten in den Ofen. Die Oberfläche sollte goldbraun sein, die Ränder dürfen auch noch leicht hell sein, wenn ihr die Pop-Tarts aus dem Ofen nehmt.

Lasst die Pop-Tarts für etwa 20 Minuten abkühlen. In der Zwischenzeit könnt ihr den Zuckerguss zubereiten. Vermischt dafür den Puderzucker mit wenig Wasser (am besten nur tröpfchenweise hinzugeben, sonst wird der Zuckerguss schnell zu flüssig). Die Konsistenz sollte cremig sein. Ist es zu flüssig, gebt mehr Puderzucker hinzu.
Bestreicht nun die ausgekühlten Strawberry Pop-Tarts mit dem Zuckerguss. Mit etwas Fingerspitzengefühl schafft ihr es, den Zuckerguss nur in den Flächen zwischen den Würfellinien zu verteilen. Ich war zu ungeduldig und habe nicht gewartet, bis die Pop-Tarts vollständig ausgekühlt waren (ich brauchte dringend meinen Lesesnack, um Dating & Dragons weiterzulesen. Sorry, not sorry!), daher ist der Zuckerguss etwas verlaufen. Gebt anschließend die rosa Zuckerstreusel darüber.

Da nicht alle gerne übermäßig süß essen, könnt ihr einen Teil der Pop-Tarts auch ohne Zuckerguss lassen – so kommen die Würfellinien auch besser zur Geltung. Die Erdbeermarmelade im Innern reicht zum Süßen völlig aus und harmoniert bestens mit dem leicht salzigen Teig.
Spiel, Spaß, Pop-Tarts!
Etwas später im Buch spaßen Nathan und Riley noch über eine Hochzeitstorte aus Strawberry Pop-Tarts:
Oh, and a Pop-Tart cake! We can stack them in a pyramid like people do with playing cards.
„Dungeons & Drama“ von Kristy Boyce, S. 140
Da unsere Pop-Tarts sechseckig sind, klappt das leider nicht. Dafür lassen sie sich aber zu einem Sechseck-Muster, also einem „Hexfeld“, legen …


… was wiederum ein bisschen an das sechseckige Spielfeld von Aufbau-Brettspielen wie „Die Siedler von Catan“ oder das hexagonale Spielfeldraster bei rundenbasierten Strategiespielen wie Civilization V erinnert – womit wir einen weiteren Bezug zum Buch, im besonderen zum Laden „Sword and Board Games“ hätten.
Viel Spaß beim Backen, Snacken & Lesen!

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