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Bücher | Pixel-Holzbilder zu „Novel Haven – Levels of Love“ von Anabelle Stehl (Rezension & Anleitung)

Frauen, Gaming und dann auch noch Romance? Wer jetzt „ugh“ gedacht hat, darf bitte direkt wieder gehen. Und der Rest? Hello und willkommen im Pixel-Himmel von Novel Haven!* Vor einigen Wochen ist der erste Band der „Novel Haven“-Trilogie von Anabelle Stehl im LYX-Verlag erschienen und weil mich das Buch zu einer kleinen kreativen Eskalation (Pixelbilder *hust*) inspiriert hat, möchte ich heute sowohl meine Meinung zum Buch als auch das Ergebnis ebenjener Eskalation mit euch teilen.

In „Novel Haven – Levels of Love“ kämpfen mehrere konkurrierende Game-Dev-Studios (Studios für Videospielentwicklung) in einem Wettbewerb um Sichtbarkeit für ihr jeweiliges Spiel und ein Preisgeld, das über den Erfolg des Spiels entscheiden wird. Das Cozy Game „Novel Haven“ von Lara tritt auf der Game Changer Convention gegen das Horror Game „Desolate Dread“ von Luca an – nur leider fühlen die beiden alles andere als „Feindschaft“…

„Novel Haven – Levels of Love“ von Anabelle Stehl – eine Anleitung zur Pixelart findet ihr weiter unten im Beitrag!

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Cozy Game meets Horrorspiel – „Novel Haven“

„Novel Haven – Levels of Love“* hat in der Erstauflage eine besondere (und zum Gaming-Motiv des Buches) passende Ausstattung: einen Motivfarbschnitt mit Pixelart sowie einen Stickerbogen zum Gestalten einer eigenen Novel-Haven-Buchhandlung in der Innenklappe, das Motiv der Innenklappe stammt von Sebastian Preikschas (aka Gnomenlied).

Pixelart auf dem Farbschnitt.
Pixelart der Novel-Haven-Buchhandlung, designt von Gnomenlied.
Sticker zum Einrichten der Pixel-Buchhandlung in der Innenklappe.

Mich hat die Ausstattung so sehr inspiriert, dass ich nach dem Lesen des Buches pixeln gelernt und mir danach noch eine Möglichkeit überlegt habe, wie man „analog“ pixeln könnte. Den Prozess und die Anleitung dazu findet ihr weiter unten im Beitrag!

Von der digitalen Pixelart zum analogen Pixelbild

Ich habe den ersten Band von „Novel Haven“ in weniger als 2 Tagen gelesen, weil ich einfach durch das Buch geflogen bin. Alles daran fühlt sich natürlich und relatable an – jedes Gespräch, jede Interaktion, die Studios, die Sorgen und Ängste der Charaktere (sowohl auf beruflicher als auch privater Ebene), die Convention und – selbst für mich als jemand, der Romance sonst eher meidet – sogar (und ich sage das mit dem größten Respekt für die Romance-Bubble) der Romance-Part selbst!

Pixelart als Kapitelzierde im Buch

„Levels of Love“* war für mich die perfekte Mischung aus einer spannenden Story (inkl. ein paar Twists und Geheimnissen, die im Verlauf der Erzählung aufgedeckt werden) und einer Wohlfühlgeschichte, die alles andere vergessen lässt. Die WG-Szenen mit Laras Mitbewohnerinnen und Kolleginnen Aria und Nataly (die jeweils in einem der Folgebände ihr Spotlight bekommen) sowie der Trubel auf der Game Changer Convention waren für mich die schönsten Teile der Geschichte, die Beschreibungen sind so on point, dass man zeitweise das Gefühl hatte, den gemütlichen Novel-Haven-Messestand wirklich betreten zu können (ich verzichte aus Spoilervermeidungsgründen auf eine Beschreibung des Standes, aber: lest es!).

Es war ein bisschen so, als würde man ein entspanntes Cozy Game lesen statt es zu spielen und aus diesem Grund werde ich auf jeden Fall in Band 2 und 3 reinschmökern – und auch wenn Lara mir wahrscheinlich ähnlicher ist als die anderen beiden WG-Mädels, freue ich mich jetzt schon auf sassy Nataly in „Novel Haven – Match of Fate“.

Von der digitalen Pixelart zum Pixelbild aus Holz

Die Pixelbilder auf dem Buchschnitt von „Novel Haven – Levels of Love“* fand ich so niedlich, dass ich sie mir gerne als Bild aufhängen wollte. Also habe ich mir zuerst Pixelkunst beigebracht, um meine eigenen Bücher, Controller, Herzen und einen Gameboy im Stil des Novel-Haven-Farbschnitts zu pixeln. Allerdings war es mir dann doch zu langweilig, das einfach „nur“ auszudrucken und ich habe überlegt, womit sich Pixelbilder in „3D“ am besten basteln lassen. Die Lösung: Holzwürfel und Holzleim!

Pixelart inspiriert von „Novel Haven“

Benötigtes Material

Alles, was ihr für das Pixelbild braucht, sind:

  • Holzwürfel (1×1 cm oder 1,5×1,5 cm), bestellt am besten direkt einen 500er oder 1000er Pack, es macht süchtig und ihr werdet ALLES pixeln wollen! Kleinere Packungen zum Testen bekommt ihr z.B. auch im Idee-Bastelshop*
  • Pappe (z.B. alte Versandkartons von Büchern & Co.) als „Rückwand“
  • Holzleim (ich benutze in der Regel Ponal Holzleim*)
  • Acrylfarbe in den gewünschten Farbtönen (meine liebsten: Schmincke Akademie Farben*)
  • Pinsel
  • Schere

sowie optional:

  • Bilderhaken, um das Bild später an der Wand aufhängen zu können (Posterstrips halten aber auch!)
  • Modellierstäbchen zum Andrücken
  • einen Strohhalm oder ein längliches Stück Holz zum geraden Ausrichten beim Kleben
Alles was ihr braucht: Holzwürfel, Holzleim, Farbe, Pappe und eine Schere

Pixelbild-Vorlage

Ich teile hier als Vorlage meine Pixelbilder, ihr könnt euch aber natürlich jedes beliebige Motiv herunterladen oder selbst pixeln. Bedenkt nur, dass ihr bei sehr detaillierten Bildern auch sehr viele Holzwürfel benötigt!

Ich habe die Rasterebene sichtbar gelassen, damit ihr die Anzahl der Pixel besser sehen könnt:

Pixelbild-Vorlagen: Gameboy, Controller, Herzen, Buch

Für das Pixelbuch auf dem Bild benötigt ihr insgesamt 264 Holzwürfel, für das kleine Pixelherz braucht ihr nur 27 Würfel. Hier findet ihr eine Auflistung, wie viele Würfel ihr jeweils in welcher Farbe anmalen müsst:

Vorlage mit Anzahl der jeweiligen Farben pro Pixelbild

Anleitung

Ich empfehle euch, mit dem Herz anzufangen, denn bei 27 Würfeln ist es verschmerzbar, wenn beim ersten Versuch etwas schiefgeht. Lasst euch das von jemandem gesagt sein, der natürlich nicht mit dem kleinen Projekt begonnen hat …

Legt euch zuerst die unbehandelten und unbemalten Holzwürfel einmal so hin, wie die Anordnung später sein soll. So bekommt ihr ein Gefühl für die Dimensionen des fertigen Pixelbildes:

Holzwürfel für das Pixelbild

Jetzt könnt ihr euch die Acrylfarben und einen Pinsel nehmen und die Würfel entsprechend eurer eigenen oder der oben gezeigten Liste anmalen. Also 67 Würfel in dunklem Lila, 57 Würfel in etwas hellerem Aubergine usw. Es reicht, wenn ihr eine Seite des Würfels plus die Kanten anpinselt. Da wir später alles zusammenkleben, könnt ihr euch die Arbeit sparen, den Würfel komplett anzumalen.

Und ja, ich weiß, dass man die Würfel auch zuerst kleben und dann anmalen könnte, dadurch geht aber der Pixeleffekt ein wenig verloren, da die Farbkanten der einzelnen Würfel/Pixel nicht so schön hervortreten.

Wenn alle Farben entsprechend der Liste fertiggestellt sind, lasst die Würfel trocknen und legt euch dann für den nächsten Arbeitsschritt die Würfel in farblich sortierten Häufchen bereit:

Fertig angemalte Würfel für das Pixelbild

Nun legen wir die Würfel auf das Stück Pappe (auf diese kleben wir die Würfel später) und legen sie bereits so hin, wie sie später auch geklebt werden sollen. Falls euch der Schritt überflüssig erscheinen sollte, möge euch gesagt sein: Nein, ist er nicht! Denn das dient zum einen der Überprüfung, ob alle Würfel die richtige Farbe bekommen haben, und zum anderen lässt sich so das fertige Bild wesentlich zeiteffizienter kleben, was besonders bei schnell trocknendem Holzleim von Vorteil ist.

Nutzt zum Platzieren der Holzwürfel am besten ein Modellierstäbchen oder etwas ähnliches.

Das Pixelbild entsteht nach und nach aus den Holzwürfeln

Wenn nun alle Klötzchen so angeordnet sind wie auf der Vorlage, nichts fehlt und ihr mit dem Gesamtbild zufrieden seid, können wir mit dem Kleben beginnen.

Ein Testbild mit den Holzwürfeln vor dem Kleben

Holt euch am besten einen stabilen Strohhalm (ich hatte noch einen von meinem Wednesday-DIY übrig: Enids „Venti Regenbogen Fellacino“ aus Wednesday – mit Schokolade, Erdbeer- & Steaksauce) oder ein Stöckchen und klebt diese als Basis zum Ausrichten mit etwas Klebeband oder Tesafilm an der Pappe fest. Dieser Schritt ist nicht notwendig, erleichtert euch aber später das Ausrichten der Würfel an dieser Kante – ich spreche aus Erfahrung, nachdem mir beim ersten Versuch alle schön ordentlich angeordneten Würfel einmal quer durch die Wohnung geflogen sind…

Der Strohhalm hilft bei der Ausrichtung der untersten Reihe

Gebt nun einen dünnen Streifen Holzleim oberhalb des Strohhalms oder Stöckchen direkt auf die Pappe und klebt die erste Reihe der Holzwürfel fest, richtet sie mit etwas Druck (siehe Bild unten) direkt am Strohhalm oder dem Stöckchen aus, damit ihr eine gerade Kante bekommt.

Dadurch, dass das Pixelbild schon so liegt, wie es auch später aussehen soll, müsst ihr die Würfel mit dem Modellierstäbchen einfach nur nach unten schieben und in den Kleber drücken.

Tipp: wenn ihr die Würfel in den Holzleim schiebt statt sie von oben darauf zu legen, drückt sich etwas Leim zwischen den Würfeln nach oben und verklebt so auch die einzelnen Würfel miteinander.

Überschüssigen Kleber, der zwischen den Würfeln nach oben herausquillt wischt ihr am besten sofort mit einem Tuch weg.

Die einzelnen Würfel mit einem Modellierstab platzieren

Wenn alle Würfel geklebt sind und der Holzleim getrocknet ist, könnt ihr das Bild nun ausschneiden, sodass nur noch auf der Rückseite der Würfel die Pappe als „Rückwand“ stehen bleibt.

Mit einem Schraubendreher könnt ihr nun auch (bei Bedarf) einen Bilderhaken an der Rückseite anbringen.

Das Pixelbild mit einer Schere ausschneiden

Pinselt abschließend mit der dunkelsten Farbe (oder schwarz) einmal um die unsauberen Ränder, um dem Pixelbild den letzten Schliff zu verpassen.

Pixelherz & Novel Haven Farbschnitt

Und schon habt ihr euer eigenes aus Holzwürfel gepixeltes Bild zum Aufhängen oder ins Regal stellen!

Inspiration: Gaming-Friendship-Bracelets

Wenn ihr noch ein schnelles DIY hinterherschieben wollt: Ich hatte noch Perlen übrig und habe daraus ein Armband mit „GAME OVER“ und ein Armband mit „LVL UP“ gemacht – farblich und thematisch passend zu Novel Haven und der Game Changer Convention im Buch. Alles, was ihr braucht sind kleine bunte Perlen, Buchstabenperlen und einen reißfesten transparenten und elastischen Schmuckfaden (z.B. aus Nylon).

Friendship-Bracelets

New Adult & Gaming

Neben „Novel Haven – Levels of Love“ von Anabelle Stehl gibt es nur wenige Bücher aus dem Bereich New Adult, die Romance mit Gaming kombinieren. Ein etwas „älteres“ Buch (in dicken Anführungszeichen, denn es sind gerade einmal 5 Jahre), über das ich ebenfalls einen Artikel geschrieben habe, ist „Feeling Close to You“ von Bianca Iosivoni:

Protagonistin Teagan ist Gamerin und veranstaltet regelmäßig Livestreams, mit denen sie sich ihren großen Traum vom Game-Design-Studium finanzieren möchte. Beim Streamen lernt sie durch einen Zufall den bekannten Gamer Parker kennen, der nicht nur ihre Gaming-Welt auf den Kopf stellt…

Den Artikel über „Feeling Close to You“ findet ihr hier: Feeling Close to You | Gaming & Streamen als Frau – Von Unverständnis, Sexismus und Akzeptanz


Zum Buch „Novel Haven – Levels of Love“

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