Fandom,  Geek im Glück

Geek im Glück | Alles neu, alles anders?

Im Leben gibt es immer Steine, die mal mehr mal weniger präsent im Weg liegen. Es gibt Schutt, Geröll, Kies, Sand und Felsen. Aber egal, um welche Art oder Größe von Steinen es sich handelt: es sind nur Gebilde aus Mineral. Manchmal stolpert man darüber, manchmal schafft man es, rechtzeitig einen Bogen um sie zu machen und manchmal ist der Stein so groß, dass man denkt, der Weg endet an einer Gesteinswand. Und in einigen Fällen sind die Steine auch Menschen.

Was ist passiert?

In den letzten Wochen befand sich auf dem Weg eine besonders tückische Kombination aus Gesteinswand und Mensch. Der Blog wurde gekapert, die Website gehackt, das Buchclub-Forum war kurzzeitig weg und nachdem diese Probleme beseitigt waren, ist nochmal ein Hinkelstein auf die Social-Media-Kanäle gefallen. Da steht man nun, vor sich Stein, neben sich Stein und hinter einem ein Weg, den man ungern zurücklaufen will, weil er sehr anstrengend war. Man kann also entweder sein Lager an Ort und Stelle aufschlagen und warten bis die Felsformation von selbst verschwindet (was in unserer Realität eher selten bis nie passiert). Oder man schnappt sich eine Kletterausrüstung, freut sich über die Asterix-und-Obelix-Referenz (und ja, es muss nicht Hinkelstein, sondern Menhir heißen, aber sonst ist der Witz kaputt) und klettert die Gesteinswand hinauf. Von oben ist die Sicht auch gleich viel besser. „Wenn das Leben dir Felswände gibt, schnapp dir ein Seil“, oder so.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Oben angekommen (danke an dieser Stelle an alle, die Anfeuerungsrufe geschickt haben und ein gepflegter Finger an diejenigen, die weniger nette Dinge geschrieben haben) lässt man den Blick ein wenig über die Landschaft schweifen und schaut sich den bisherigen Weg einmal aus der Vogelperspektive an. Auch wenn im Großen und Ganzen die Richtung stimmte, fällt auf, dass man sich an einigen Weggabelungen vom Weg hat wegführen lassen. Eine Side Quest tut hier und da ganz gut, man erkundet neue Gegenden, lernt Leute kennen, erfüllt einen Auftrag und hat auf jeden Fall Spaß und am Ende ein paar Erfahrungspunkte mehr. Man muss aber auch gut aufpassen, dass man die Hauptquest nicht aus den Augen verliert. Konkret heißt das: die City of Trends in Zukunft meiden, sich keine Side Quests von irgendwelchen Wegelagerern aufschwatzen lassen und nicht immer den fest ausgebauten Weg benutzen, den alle gehen. 

geek’s & Antiques – mehr als Bücher, Fandom & Nerdkultur

Falls jemand mit den Referenzen oben nichts anfangen konnte, hier nochmal in der modernen Version:

Man sollte sich weniger von Trends (sowohl inhaltlich als auch optisch) leiten lassen und wieder mehr zu dem zurückkehren, wofür man einen Blog und Projekte ursprünglich ins Leben gerufen hat. Denn 90 Prozent der Dinge, die mich z.B. wirklich beschäftigen, waren hier noch nie Thema. Konkret sind das Klassiker, Gedichte, eigene Texte, Kunst, Sachbücher, Wissenschaft, unbekannte bis weirde Games, Serien und Filme, Philologie, Sprachen, Länder, Mode, Cosplay und eben viele Backlist-Titel, die es meistens nicht mehr in die sozialen Netzwerke schaffen. Dabei wurde im Dezember 2017 der Name „geek’s Antiques“ aus genau diesen (Themen-)Gründen gewählt: 

„geek’s“ für alles Nerdige rund um moderne Medien, Conventions und Fandoms, „Antiques“ für die Liebe zu den klassischen Künsten, Sprachen und Wissenschaft.

Mehr Herzblut, bitte!

Ich habe in den letzten Monaten gemerkt, dass viele Dinge mich einfach nur noch langweilen (egal ob Content anderer, Bücher, Filme, Gespräche oder Nachrichten), weil es einfach immer das gleiche Zeug ist. Es fehlen die vor Begeisterung rotglühenden Wangen und echte, ehrlich gemeinte Geheimtipps, die Innovation und neue Blickwinkel. Es fehlt das stundenlange Arbeiten an etwas, bei dem man die Zeit vergisst und nachts um 4 wie aus einer Trance erwacht und feststellt, dass man schon in 2 Stunden wieder aufstehen müsste, obwohl man noch gar nicht im Bett war.

Ich sträube mich vor inhaltslosen Clickbait-Artikeln wie „3 geniale Tipps, um dies und das zu erreichen“, auch wenn sie mehr Klicks bringen würden und ich möchte eigentlich auch keine Artikel online stellen, die nicht gut recherchiert sind. Man sollte grundsätzlich nur Artikel veröffentlichen, bei denen die eben angesprochene Begeisterung oder Motivation vorhanden ist. Aber da das in den letzten Monaten immer seltener vorkam, sind es auch weniger Artikel geworden. Und dabei ist die Ideenliste etwa 28 DIN-A4-Seiten lang. Nur eben voll mit Dingen, die die meisten Menschen nicht interessieren, weil sie zu speziell sind. 

Nach all dem Hin und Her mit der gehackten Website und den anderen gehackten Kanälen steht jetzt allerdings der Entschluss, dass es egal ist. Wenn schon ein (oder mehrere) Mensch(en) in einem solchen Ausmaß etwas gegen eine einzige Person und deren Inhalte haben, dann eben erst recht. Neue Artikel und Projekte stehen schon in den Startlöchern.

Welche das genau sind, erläutere ich aus Platzgründen in einem zweiten Artikel hier: https://geeksantiques.de/geek-im-glueck-neue-content-wege-gehen/

In diesem Sinne: EMBRACE YOUR GEEK!

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.